Von Kartoffeln & Karotten

Die Erntesaison für unser Gemüse hat begonnen. Unsere frühen Kartoffeln wurden dieses Jahr das erste Mal mit eigenem Erntegerät aus dem Boden geholt. „Goldmarie“ nennt sich das gelbe Glück, das man ab sofort an unserem Stand in der Dorfmitte (bei Familie Ruhland am Hof) erwerben kann. Dass die Kartoffeln lecker sind, davon haben wir uns selbst schon überzeugt.

Auch die ersten Kartotten haben wir aus dem Boden gezogen. Dafür kam Christel Erz von Rossnatour mit ihrem Hengst Finn angereist. Einen Hand-Pflug brachte sie auch mit und wir übten uns darin, Karotten ohne anzuschneiden aus dem Boden zu holen. Eine hohe Kunst, die du auch selbst am 2. Oktober bei unserer ErnteZeit auf dem Gemüseacker ausprobieren kannst.

Termin

* 24.-27. September


Voraussetzung

* gute Grundfitness

im Wanddern

* eigenes Zelt


Kosten

* 120€


Start

* Blaubeuren/Bhf

Ein Zelt, minimales Gepäck, Verpflegung.

Viertägige Wanderung mit Expeditionscharakter.

Begegne der unverfälschten Natur und finde Dich selbst.

Dich erwartet eine echte Outdoor-Herausforderung mit dem Potenzial für intensive Begegnung mit Deinem eigenen ICH.

Für dich im Gepäck:

einfache Verpflegung & Powersnacks

naturnahe Körpererfahrung

tiefgehende Impulse zur Selbstfindung

Cornelius Küttner
Impulsgeber | Tourguide

Wandern durch die Wildness

füllt mich mit Lebendigkeit.

Das Leben auf seine

ursprünglichste Art und Weise

zu fühlen macht glücklich und

führt mich zur mir selbst zurück.


Ein gelungener Auftackt

Unser erstes Tagesprogram unter dem Motto „Leben.ergreifen“ hat die Nagelprobe bestanden. Mit 8 Teilnehmenden konnten wir testen, was wir uns über die Jahre bis jetzt erarbeitet haben.

„KeimZeit – Neues (Leben) beginnen lassen“ – so der Titel der Veranstaltung.

Eine gut durchdachte Logistig mit gastfreundlichem Ambiente dank Bettina.

Eine informative und zugleich inspirierende Ackerführung mit Andreas. Wer hat schon mal bewusst den Boden gerochen und kann sagen, wonach er riecht?

Eine erlebnisreiche Zeit mit Christel von Rossnatour und ihrem Hengst „Finn“, der geduldig alle Teilnehmenden ihre Versuche im Pflügen und Häufeln mit Pferd machen ließ.

Eine intensive Begegnung mit dem Boden beim Säen von Hand. Beinahe liebevoll brachten die Hände der Teilnehmenden das Saatgut von Roter Beete in die Erde und deckten es zu.

Cornelius führte durch den Tag und bot mit Gedankenanstößen Gelegenheit, das Erlebte im Hinblick auf Neues im eigenen Leben abzuklopfen, ob da nicht die eine oder andere hilfreiche Erkenntnis sich verbirgt.

Genussvolles Essen und Belohnen fürs Arbeiten auf dem Acker durfte natürlich nicht fehlen.

Nächste Gelegenheit

Gleich anmelden und 20% sparen. Statt bisher 80€ bieten wir die nächste RausZeit für 64€ an. Hier siehst du, was alles geboten ist:

Die gute alte Runkelrübe

Gemeinsam mit der Ortsgruppe „Merklingen“ vom Schwäbischen Albverein sind die Samen für Runkelrüben in die Erde gebracht worden. Leider coronabedingt in kleinster Minimalbesetzung mit Familie Rampmaier, aber dennoch generationenübergreifend. Das ist nämlich die Idee, die die Merklinger Ortsgruppe mit dieser Rübe verbindet.

Die Rüben, eigentlich als Viehfutter angebaut, hatten vor der Kürbisinvasion eine großartige Karriere als geschnitzte Rübengeister im Herbst. An diese Tradition knüpft der Albverein an und baut auf dem Gemüseacker von Projekt Q Runkelrüben an, um sie im Herbst mit den Merklinger Kindern zu furchterregenden Rübengeistern zu schnitzen.

Die Kinder lernen dadurch nicht nur altes Kulturgut kennen und schätzen, sondern dürfen beim Hacken und Gießen auch den mühsamen Weg der Fütterrübe selbst verfolgen.

Liebevoll wurde jedes kleine Samenkorn in die Erde gedrückt, mit maßgenauem Abstand

(na gut, es war das geübte Augenmaß das Papas :-).

Tochter Laura bereitete mit Hacke bewaffnet den Boden vor.

Also, wenn das nichts wird!

Saisonstart – Kartoffeln gestupft und Ackerparzellen vorbereitet

Am Samstag, 24. April war es soweit. Der Neuerwerb im Hause Ruhland, die Kartoffellegemaschine, kam zum Einsatz und wir haben alle Pflanzkartoffeln „unter die Erde gebracht“. Dort warten sie jetzt auf Regen und warmes Wetter und werden sich hoffentlich rechtbald entscheiden, ihrem gedachten Auftrag nachzukommen: „keimen“.

Auch die jüngsten Helfer kamen zum Einsatz und hatten sichtlich Spaß bei der Sache.


Ebenso haben wir das günstige Wetter genutzt und gleich die Mietparzellen auf dem Acker vorbereitet. Auch da sind wir jetzt startklar. Es kann losgehen.

So wird der Acker hoffentlich recht bald nicht nur von „unten her“ leben, sondern auch mit Menschen bevölkert.

Auf gute Zusammenarbeit und inspirierende Begegnungen auf unserem Gemüseacker!

Vorbereitungszeit

Auch wenn es uns nach draußen zieht, muss gute Projektarbeit geplant und konzipiert werden. Ohne den detaillierten „Ackerplan“ von Bettina beispielsweise geht gar nichts. Was kommt wo hin und wieviel von jeder Sorte?


Anastasia und Cornelius machten sich daran, dass Sommerprojekt für Kinder auf den Weg zu bringen. „Gemüsezwerge“ nennt es sich und wird es Kindern ermöglichen, ihre ganz eigenen Erfahrungen mit „erden & himmeln“ zu machen. Anastasia ist voller Eifer bei der Sache und plant die Tagesstruktur (Abwechslung zwischen Spiel, Ackerarbeit, Impulsen und gemeinsam Essen) schon beinahe professionell. Schön zu sehen, welch großartige Ideen sie für das Kinderprojekt einbringt.


Zwischendrin ist dann doch auch mal wieder „hands-on“ gefragt. Gewächsaus ausmisten und vorbereiten. Hier wird dieses Jahr auch wieder Leben einkehren.

Wir freuen uns.

Projekt Q – Update Juni 2020

Konturen eines Projekts

Seit März 2020 ist Cornelius nun offiziell mit 50% durch die Landeskirche beauftragt, Projekt Q „bewegte Zeiten“ aufzubauen. Der Stellenpartner, Florian Rochau, ist in der Gemeindearbeit eine tolle Bereicherung mit Ideen und Erfahrung. Das wird den beiden Kirchengemeinden Merklingen& Machtolsheim gut tun.

Pfarrer Rochau mit Dekan Schwesig und Cornelius bei der Investitur

Mit dem Start der Stellenteilung kam die Coronakrise. Doch erste vorsichtige Schritte in der Begleitung von Menschen (eines der Ziele unseres Projekts) zeichnen sich ab. Ebenso gibt es interessante Gesprächspartner für die Weiterentwicklung unserer Idee bzw. für mögliche Kooperationen.

In der Zwischenzeit haben wir unseren Onlineauftritt vorbereitet. Jetzt gibt es also nicht nur den Blog, sondern eine Website mit allen wichtigen Details: www.projektq.org

Andreas und Bettina Ruhland bringen auch dieses Jahr wieder ihre Erfahrung in Ackerbau und Gemüseanbau ein. Mittlerweile schon im dritten Jahr gibt es die „Alb-Leisa“. Ebenso Kürbisse und Kartoffeln. Weitere Highlights auf dem Feld sind der Dinkel (Andreas Lielbingsgetreide) und die Braugerste.

Wenn möglich, werden wir mit der Braugerste im Herbst einen kleinen Versuch mit ein paar Männern starten, selbst eine kleine Menge zu brauen.

Und dann versuchen wir uns in diesem Jahr tatsächlich ernsthaft an Roten Rüben und Karotten. Eine kleine Versuchsmenge. Mal sehen, ob’s gelingt.

Was uns noch fehlt, ist die tatsächliche Arbeit mit den Menschen. „Bringt das die Zeit oder müssen wir hier noch einmal ganz anders ansetzen?“, fragen wir uns.

Noch immer im Pfarrhaus

Die Küttners wohnen immer noch im angestammten Pfarrhaus der Kirchengemeinde.

Einerseits ist das entspannt und bequem. Da wohnen „wir“ gut und das kennen „wir“.

Was tut sich wohl hinterm Geländer? … unser gemeinsamer Erfahrungshorizont

Andererseits weißt uns das auf immer noch viele ungeklärte Fragen mit den Hofbesitzern hin. Wir merken: Genauso wie auf dem Acker wächst auch hier nichts von heute auf morgen. Geduld, Behutsamkeit, Kontaktpflege und ein guter Plan sind gefragt. Das fordert uns hin und wieder heraus.

Also gilt für alles: warten und schauen, was wächst…